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Good News Company

Fallbeispiel Social Recruiting

1.908 Bewerbungen, drei Kampagnen, jede Runde günstiger als die davor

Bosch Building Technologies bildet Elektronikerinnen und Elektroniker aus, bundesweit. Seit März 2025 laufen dafür drei Kampagnen auf TikTok und Meta, dazu eine eigene Landingpage mit Fragefunnel. Daraus sind 1.908 vollständig ausgefüllte Bewerbungen entstanden, zu 6,21 € je Bewerbung. In der dritten Kampagne kostet eine Bewerbung 4,59 €, gut die Hälfte des Startwerts.

  • KundeBosch Building Technologies
  • ZielgruppeAusbildung Elektroniker:in
  • LaufzeitSeit März 2025, drei Kampagnen
  • KanäleTikTok und Meta
Standbild aus dem Kampagnenvideo, in dem ein Auszubildender die Frage beantwortet, ob Bosch noch einstellt
Die Landingpage für die Ausbildung zum Elektroniker bei Bosch Building TechnologiesLandingpageim Bosch Design
Die Frage nach dem Schulabschluss im Bewerbungsfunnel

Die Zahlen

Was siebzehn Monate für Bosch Building Technologies gebracht haben

Drei Kampagnenläufe auf Meta und TikTok, eine eigene Landingpage mit Fragefunnel und mehr als zwanzig Videos im laufenden Vergleich. Am Ende zählt eine Zahl: die Bewerbungen, die den Fragefunnel vollständig durchlaufen haben.

  1. 0Vollständige Bewerbungen
  1. 0,00 €Kosten je Bewerbung
  2. 0Impressionen
  3. 0Klicks auf die Anzeigen
  4. 0,0 %Bewerbungsquote in der dritten Kampagne
  5. 0 %Mit mindestens Realschulabschluss

Der Auftrag

Eine Ausbildung besetzen, die im Feed nicht vorkommt

Der Kern der Aufgabe

Ein Beruf, den niemand sucht, muss dorthin, wo die Zielgruppe ohnehin ist. Und er muss dort wiederkommen, sonst zählt jede Runde von vorn.

Bosch Building Technologies bildet Elektronikerinnen und Elektroniker für Sicherheits- und Gebäudetechnik aus. Der Beruf ist gefragt, gut bezahlt und bei denen, die ihn lernen könnten, weitgehend unbekannt. Der Auftrag an uns war deshalb keine Imagearbeit, sondern eine Lead-Kampagne: fertige, vollständig ausgefüllte Bewerbungen im Bewerbermanagement von Bosch.

Wer mit siebzehn nach einer Ausbildung sucht, tippt nicht Elektroniker für Sicherheitstechnik in die Suche. Die Aufgabe war deshalb nicht, ein bekanntes Angebot attraktiver zu machen, sondern ein wenig bekanntes überhaupt erst dorthin zu bringen, wo die Zielgruppe ohnehin scrollt.

Dazu kam die Breite. Bosch sucht an mehr als zehn Standorten gleichzeitig, von Berlin über Stuttgart bis Oldenburg, und der Bedarf verschiebt sich im Lauf eines Jahrgangs. Eine Kampagne, die einmal aufgesetzt wird und danach nur noch läuft, trifft diese Bewegung nicht.

Und drittens war von Anfang an klar, dass es nicht bei einem Lauf bleibt. Was ab März 2025 entstand, musste deshalb wiederverwendbar sein: Landingpage, Fragefunnel, Motivsatz und Messaufbau so gebaut, dass die nächste Runde darauf aufsetzt statt neu anzufangen.

Was wir dafür gebaut haben

  1. 01

    Recherche und Skripte

    Recruiting-Personas für die Zielgruppe, daraus mehr als zwanzig Skripte in drei Wellen. Jedes mit einer Hook-Mechanik in den ersten drei Sekunden.

  2. 02

    Videos an den echten Standorten

    Gedreht mit Auszubildenden und Ausbildern von Bosch: im Werk, im Podcast-Setup und auf der Straße vor dem Gebäude. Keine Sprecher, keine Kulisse.

  3. 03

    Landingpage mit Fragefunnel

    Eine eigene Seite im Bosch Design. Der Funnel fragt Schulabschluss, Noten in Mathematik, Physik und Englisch, Startzeitpunkt, Alter und Wunschstandort ab, bevor jemand Kontaktdaten hinterlässt.

  4. 04

    Ausspielung und Steuerung

    Drei Kampagnenläufe auf Meta und TikTok, das Budget laufend dorthin geschoben, wo Bewerbungen entstanden. Zwischen der ersten und der dritten Kampagne ist der TikTok-Anteil von 18,5 auf 55,9 Prozent gewachsen.

Siebzehn Monate

Drei Kampagnen, die aufeinander aufbauen

Jede Runde war effizienter als die davor. Warum das so ist, zeigt keine Endzahl, sondern der Verlauf. Hier ist er, Etappe für Etappe.

  1. März 2025

    Die erste Kampagne startet mit vierzehn Motiven

    Vierzehn Videos, gedreht mit Auszubildenden und Ausbildern von Bosch an den echten Standorten. Kein Motiv bekam einen Vorschuss, jedes musste sich gegen die anderen behaupten. Im ersten Monat kamen 209 Bewerbungen, bis Ende Juni waren es 520. Ein einziges Motiv, Tore wieder offen, stand dabei für 356 der 425 auf TikTok gemessenen Registrierungen.

    520Bewerbungen in der ersten Kampagne

    Standbild aus dem Kampagnenvideo Tore wieder offen vor dem Bosch Werk
  2. Juli bis November 2025

    Fünf Monate ohne Schaltung

    Nach dem Ende der ersten Kampagne lief fünf Monate lang keine Anzeige. In diesen fünf Monaten ging über den Funnel keine einzige Bewerbung ein. Das ist die nüchternste Zahl der ganzen Auswertung, und sie beantwortet die Frage, ob eine Recruiting-Kampagne nachwirkt.

    0Bewerbungen in den fünf Monaten ohne Schaltung

    Standbild aus einem Kampagnenvideo im Podcast-Setup bei Bosch
  3. Dezember 2025

    Die zweite Kampagne, und die Landingpage wird zum Hebel

    Im Januar 2026 kamen 232 Bewerbungen, der bis dahin stärkste Monat. Der eigentliche Sprung lag aber nicht in der Reichweite, sondern auf der Seite. Die Bewerbungsquote stieg von 7,99 Prozent in der ersten auf 20,39 Prozent in der zweiten Kampagne. Von hundert Besucherinnen und Besuchern bewarben sich also nicht mehr acht, sondern zwanzig.

    20,39 %Bewerbungsquote auf der Landingpage in der zweiten Kampagne

    Die Landingpage für die Ausbildung zum Elektroniker auf dem Handy
  4. Juni 2026Wendepunkt

    Ein Video trägt die dritte Kampagne

    Zum Start der dritten Kampagne lief ein Motiv an, das mit einer Behauptung beginnt statt mit einem Angebot: Bosch stellt nicht mehr ein. Es steht allein für 310 der 491 auf TikTok gemessenen Conversions und kostet dabei 3,42 € je Conversion, deutlich weniger als der Schnitt der Kampagne. Juni 2026 wurde mit 356 Bewerbungen der stärkste Monat der gesamten Zusammenarbeit.

    310von 491 gemessenen Conversions kamen aus diesem einen Video

    Standbild aus dem Video, das mit der Frage beginnt, ob Bosch noch einstellt
  5. Juni bis August 2026

    Das Budget wandert dorthin, wo die Zielgruppe ist

    Zwischen der ersten und der dritten Kampagne hat sich das Verhältnis der Kanäle umgedreht, von 18,5 Prozent TikTok-Anteil auf 55,9 Prozent. Der Grund steht in einer Zahl: über den Gesamtzeitraum kostet TikTok 1,93 € je tausend Kontakte, Meta 6,59 €. Für 35,7 Prozent des Budgets hat TikTok 65,4 Prozent aller Impressionen erzeugt.

    55,9 %TikTok-Anteil am Budget der dritten Kampagne

    Standbild aus dem Kampagnenvideo mit der Frage nach der Musik auf dem Werksgelände
  6. Nach drei Läufen

    1.908 Bewerbungen, und die Kampagne läuft weiter

    Über alle drei Läufe sind 1.908 vollständig ausgefüllte Bewerbungen entstanden, zu 6,21 € je Bewerbung. 1.278 davon bringen mindestens einen Realschulabschluss mit, 1.737 wollen sofort anfangen statt auf den nächsten Jahrgang zu warten. Die dritte Kampagne läuft.

    6,21 €Kosten je Bewerbung über alle drei Kampagnen

    Standbild aus dem Kampagnenvideo Mach Mama stolz im Bosch Gebäude

Bewerberqualität

1.908 Bewerbungen, jede vollständig ausgefüllt

Der Fragefunnel erhebt Schulabschluss, Noten in Mathematik, Physik und Englisch, Startzeitpunkt, Alter und Wunschstandort, bevor jemand seine Kontaktdaten hinterlässt. Was im Bewerbermanagement ankommt, ist deshalb kein Name mit Mailadresse, sondern ein vollständiges Profil.

Ausbildung

Elektroniker:in, Bosch Building Technologies

Die Frage nach dem Schulabschluss im Bewerbungsfunnel auf dem Handy
0Vollständige Bewerbungen
Landingpage ansehen
1.278mit mindestens Realschulabschluss500 davon mit Fachabitur oder Abitur.
1.737wollen sofort anfangen150 zielen auf den nächsten Jahrgang.
20Jahre im Median424 Bewerbungen kommen aus der Altersgruppe 16 bis 18.
941geben Spaß am Programmieren anKnapp die Hälfte, und damit ein technisch vorgeprägter Bewerberkreis.

Wie die Kosten je Bewerbung von Runde zu Runde gefallen sind

  1. 0,00 €Erste Kampagne, März bis Juni 2025
  2. 0,00 €Zweite Kampagne, Dezember 2025 bis April 2026
  3. 0,00 €Dritte Kampagne, seit Juni 2026
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Die Motive

Was gegeneinander gelaufen ist

Ante Pavic, Creative Director der Good News Company

Das Resümée

Der Hebel liegt nicht in der Menge der Videos, sondern darin, wie schnell das eine gefunden ist

In jeder der drei Kampagnen hat ein einziges Motiv den Großteil der Ergebnisse geliefert, zwischen 63 und 84 Prozent. Die übrigen sieben bis dreizehn Motive machen zusammen den Rest aus. Welches es wird, weiß vorher niemand, auch wir nicht. Deshalb starten alle gleichzeitig und laufen gegeneinander, und deshalb zählt am Ende die Auswertung und nicht der Geschmack.

Ante PavicCreative Director, Good News Company

Was sich zwischen der ersten und der dritten Kampagne verändert hat

  • 24,3 %Bewerbungsquote auf der Landingpage, gestartet ist sie bei 7,99 Prozent
  • 4,59 €Kosten je Bewerbung, gestartet sind sie bei 7,81 Euro
  • 55,9 %TikTok-Anteil am Budget, gestartet ist er bei 18,5 Prozent

Warum es funktioniert hat

  • Alle Motive starten gleichzeitig

    Vierzehn Videos in der ersten Runde, acht in der zweiten, keines mit Vorschuss. Erst der direkte Vergleich zeigt, welches trägt, und in jeder Runde war es eines, mit dem vorher niemand gerechnet hätte.

  • Der Funnel filtert vor dem Kontakt

    Schulabschluss, Noten, Startzeitpunkt, Alter und Wunschstandort werden abgefragt, bevor jemand Daten hinterlässt. Deshalb liegen für alle 1.908 Bewerbungen vollständige Profile vor, und die Personalabteilung sortiert nicht nach.

  • Ohne Schaltung kommt nichts

    In den fünf Monaten zwischen der ersten und der zweiten Kampagne ging keine einzige Bewerbung ein. Eine Recruiting-Kampagne wirkt nicht nach, sie läuft oder sie läuft nicht.