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Good News Company

Fallbeispiel Corporate Influencer

Von 1.000 auf 4.249 Follower, ohne einen einzigen Trend mitzumachen

Die Universität St. Gallen gehört zu den bekanntesten Wirtschaftsuniversitäten der Welt und hatte auf TikTok trotzdem einen Kanal ohne Inhalte. Zwei Studierende im ersten Studienjahr sollten ihn übernehmen. Wir waren für einen Workshop vor Ort, haben mit ihnen eine Strategie mit festen Formaten erarbeitet und am selben Tag die ersten Videos gedreht. Sieben davon kommen zusammen auf 222.700 Aufrufe, das stärkste allein auf 71.200.

  • KundeUniversität St. Gallen
  • LeistungWorkshop, Produktion und Coaching
  • Kanal@hsgstgallen auf TikTok
  • Stand09/2026
Standbild aus dem Video darüber, wer an der Universität St. Gallen studiert
Standbild aus dem meistgesehenen Video der Reihe über den Lernaufwand im Studium71.200 AufrufeDas stärkste Video der Reihe
Standbild aus dem Ratespiel über Absolventinnen und Absolventen der Universität

Die Zahlen

Was aus einem Workshoptag geworden ist

Alle Werte stammen vom TikTok-Kanal der Universität St. Gallen, Stand 1. September 2026, nicht aus einer Hochrechnung.

  1. 0Aufrufe der sieben gemeinsam produzierten Videos
  1. 0Aufrufe des stärksten Videos
  2. 0Follower heute
  3. 0Follower vor dem Workshop
  4. 0Likes auf den sieben Videos
  5. 0Formate, die seitdem laufen

Die Aufgabe

Ein weltbekannter Name und ein Kanal ohne Inhalte

Die Universität St. Gallen hatte auf TikTok rund tausend Follower, ohne ein einziges Video veröffentlicht zu haben. Der Name allein hatte sie gebracht. Genau das war die Aufgabe: Aus Menschen, die dem Namen folgen, sollten Menschen werden, die den Inhalten folgen. Den Kanal übernehmen sollten zwei Studierende im ersten Studienjahr, eine Studentin und ein Student, die vorher nicht vor der Kamera gestanden hatten.

Die naheliegende Lösung wäre gewesen, mitzumachen, was auf TikTok gerade läuft: Tänze, Trendsounds, das übliche Universitätsvideo mit Drohnenaufnahme und Sonnenuntergang. Damit hätte der Kanal Aufrufe bekommen und niemandem etwas gesagt. Wer sich für ein Studium interessiert, hat konkrete Fragen, und keine davon wird von einem Tanz beantwortet.

Die zweite Hürde war die Dauerhaftigkeit. Eine Agentur, die für jeden Dreh anreist, ist der teuerste und langsamste Weg zu einem eigenen Kanal. Die beiden Studierenden sollten am Ende selbst produzieren können, mit Formaten, die sich ohne uns wiederholen lassen.

Und drittens ist St. Gallen mit einem Ruf belastet, der Bewerbungen kostet: teuer, elitär, nur für Kinder aus dem richtigen Elternhaus. Solche Vorurteile löst keine Imagebroschüre auf, sondern nur jemand, der selbst dort studiert und die Frage direkt beantwortet.

Der Kern der Aufgabe

Aufrufe kann jeder haben, der einem Trend hinterherläuft. Gefragt war Inhalt, der Studieninteressierte anzieht und den zwei Studierende danach allein weiterführen können.

Die Umsetzung

Ein Tag vor Ort, zwei Formate, die bleiben

Ein Kanal läuft nicht an guten Einzelvideos, sondern an Formaten, die sich wiederholen lassen. Deshalb stand am Anfang kein Drehplan, sondern ein Workshop. Was daraus entstanden ist, produziert die Universität heute selbst.

  1. 01
    Die beiden Corporate Influencer der Universität St. Gallen beim gemeinsamen Dreh

    Workshop und Dreh am selben Tag

    Wir waren in St. Gallen, haben mit den beiden Studierenden die Strategie erarbeitet und sind noch am selben Tag in die Produktion gegangen. Wer einen Workshop macht und erst Wochen später dreht, verliert genau den Schwung, der eine Kamerascheu überwindet. Die ersten Videos entstanden, solange das Gelernte noch frisch war.

  2. 02
    Standbild aus dem Video über die Sprachanforderungen an der Universität St. Gallen

    Format eins: die Fragen, die wirklich gestellt werden

    Ein Frageformat im Split Screen, aufgebaut wie ein kurzes Podcastgespräch. Beantwortet werden die Fragen, die Studieninteressierte tatsächlich stellen: Reicht mein Deutsch, wie hart ist das Assessment-Jahr, wie viele Stunden lernt man wirklich. Zwei Studierende, die es gerade selbst durchlaufen, sind dafür glaubwürdiger als jede Hochschulkommunikation.

  3. 03
    Standbild aus dem Ratespiel über Absolventinnen und Absolventen der Universität St. Gallen

    Format zwei: das Ratespiel mit den Alumni

    Zwei Porträts stehen nebeneinander, eines ist ein Stockfoto, eines eine echte Absolventin oder ein echter Absolvent der Universität. Geraten wird, wer von beiden. Nebenbei erfährt das Publikum, welche Karrieren aus St. Gallen hervorgegangen sind. Ein Argument, das als Aufzählung niemand zu Ende liest, wird als Spiel bis zum Schluss gesehen.

Die Videos

Sieben Videos, 222.700 Aufrufe

Das Ergebnis

Der Kanal läuft heute ohne uns weiter

Vor dem Workshop stand der Kanal bei rund tausend Followern, ohne ein einziges Video. Heute sind es 4.249, und die sieben gemeinsam produzierten Videos kommen zusammen auf 222.700 Aufrufe. Der größte Teil des Zuwachses fiel in die ersten Wochen nach dem Dreh, als die ersten Videos liefen.

Wichtiger als die Zahl ist, was danach passiert ist. Die beiden Studierenden produzieren inzwischen selbst, in den Formaten, die im Workshop entstanden sind. Wir beraten weiter und kommen gelegentlich für einen Dreh dazu. Genau so war es gedacht: Eine Agentur, die für jedes Video anreisen muss, hat den Auftrag nicht erfüllt, sondern sich nur unentbehrlich gemacht.

Standbild aus dem gemeinsamen Dreh mit den Corporate Influencern der Universität St. Gallen

Warum es funktioniert hat

  • Formate statt Einzelvideos

    Zwei feste Formate lassen sich beliebig oft wiederholen, ohne jedes Mal neu erfunden zu werden. Genau das macht den Unterschied zwischen einer Kampagne, die endet, und einem Kanal, der weiterläuft.

  • Antworten statt Trends

    Kein Tanz, kein Trendsound, keine Drohnenaufnahme. Stattdessen die Fragen, die Studieninteressierte wirklich stellen. Das stärkste Video der Reihe beantwortet, wie viele Stunden am Tag tatsächlich gelernt wird.

  • Die Protagonisten sind die Zielgruppe

    Zwei Studierende im ersten Studienjahr beantworten Fragen, die sie selbst vor wenigen Monaten hatten. Diese Glaubwürdigkeit kann keine Hochschulkommunikation herstellen, und sie ist der Grund, warum das Video über das Vorurteil vom reichen Elternhaus funktioniert.